Stimmen zu Lunkenbeins Leben und Wirken

"Viele Gründe sprechen meines Erachtens dafür, in Pater Lunkenbein einen Märtyrer des Glaubens zu sehen, der ein Vorbild vor allem für junge Menschen unserer Zeit sein kann: seine Opferbereitschaft, sein unermüdlicher Einsatz für die Glaubensverbreitung sowie für die Verbesserung der Lebensbedingungen der ihm anvertrauten Menschen sowie sein Einsatz für die Landrechte der Bororos." - Herwig Gössl, Erzbischof von Bamberg
"Pater Lunkenbein wollte nicht zum Volk der Bororo kommen und ihnen von oben herab erklären, was „richtig“ ist. Er hat sich auf sie eingelassen und wollte ihnen auf Augenhöhe begegnen. Deshalb hat er sofort ihre Sprache gelernt und ihnen praktische Hilfen angeboten. Die von ihm veranlasste Landvermessung zum Beispiel gab den Bororo konkrete Hoffnung und neuen Lebensmut." - Michael Kleiner, Leiter der Stabsstelle Weltkirche im Erzbistum Bamberg
"Für uns ist das der Onkel Rudi, nicht der Pater Rudolf Lunkenbein. Die Erlebnisse mit ihm haben mich sehr geprägt. In der Kindheit habe ich ihn kennengelernt, damals war er nochmal ein halbes Jahr in seinem Elternhaus. Er war ein richtiger Onkel zum Anpacken und ist für uns auch gleich ein Heiliger gewesen – unser Fürsprecher bei Gott." - Maria Klaus, Nichte von Rudolf Lunkenbein
"Mir macht Hoffnung, dass die Kirche überall auf der Welt ist. Da, wo staatliche Strukturen vollkommen versagen, ist sie oft das Einzige, worauf sich Menschen verlassen können. Nächstenliebe ist dann nicht nur ein Projekt, sondern sie wird gelebt – mit Haut und Haaren. Genau das hat Pater Lunkenbein getan." - Dirk Bingener, Pfarrer und Präsident von missio Aachen
"Aus theologischer Sicht war Pater Lunkenbein ein Vorreiter der Inkulturation. Das bedeutet, er hat den indigenen Menschen seinen Glauben nicht einfach aufgedrückt, sondern gemeinsam mit ihnen nach Gottes Spuren in ihrer eigenen Geschichte gesucht. Er hat zum Beispiel versucht, Erzählungen und Mythen der Bororo theologisch zu deuten, und hat diese auch in seine Gottesdienste und die katho- lische Liturgie übertragen." - Dr. Norbert Jung, Bamberger Domkapitular und Kirchenhistoriker